Kloster

Besichtigung des Klosters

Im Areal des Klosters wurden im Sommer 2011 die umfangreichen Renovierungsarbeiten aufgenommen. DIE TOURISTISCHEN BESICHTIGUNGEN VERLAUFEN JEDOCH WEITERHIN IM UNBESCHRÄNKTEN MAßE. Die Bauabsperrvorrichtungen befinden sich nur in einem Teil des Klosterareals und es ist auch der Zutritt auf den Hofplatz und in die Parkanlage möglich. Sie müssen sich also durch die Vorstellung einer Baustelle nicht abhalten lassen und können die historischen Interieure des Klosters sowie die Parkanlage besichtigen kommen.

Historie

An dem Fluss Teplá, im Tepler Hochland in Westböhmen, unweit von Marienbad, liegen die Stadt und das Kloster Teplá. Schon Anfang des 12. Jahrhunderts war an diesem Ort wahrscheinlich eine slawische Burgstätte und im Jahre 1385 wurden der Gemeinde Teplá die Stadtrechte verliehen.

Teplá ist jedoch vor allem durch das Prämonstratenserkloster berühmt, das hier im Jahre 1193 vom böhmischen Adeligen Hroznata gegründet wurde, um hierher die Prämonstratenser-Ordensbrüder aus dem Prager Strahov zu berufen. Hroznata stammte aus einem namhaften Adelsgeschlecht ab und nahm den Rang eines militärischen Befehlshabers der Grenztruppen auf dem Gebiet von Teplá und Chodenland ein. Die Geschichte über die Gründung des Klosters hängt mit dem dritten, vom Heinrich VI. organisierten Kreuzzug zusammen. Im März des Jahres 1188 gelobte auch Hroznata, sich an diesem Kreuzzug zu beteiligen. Im April des Jahres 1191 wurde er vom Papst zusammen mit weiteren Adeligen zur Teilnahme am Kreuzzug entbunden. Als Ersatz hierfür gelobte er ein Kloster zu gründen.

Zur Jahrhundertwende trat Hroznata der Tepler Kanonie bei und wurde Mitglied des Ordens. Sein Ordensgewand nahm er aus den Händen von Papst Innozenz III. entgegen. Als Gründer des Klosters war er auch weiterhin Verwalter der klösterlichen Besitztümer. Auf einer seiner Grenzpatrouillen entlang der Herrschaftsgrenzen wurde er von Raubrittern gefangen genommen, die ein Lösegeld zu seiner Freilassung verlangten. Hroznata gestattete dem Abt des Klosters jedoch nicht, das Lösegeld zu bezahlen. Im Gefängnis starb er am 14. Juli 1217. Die schon damals traditionelle Achtung gegenüber Hroznata wurde durch seine Seligsprechung am 16. September 1897 nur noch bestärkt. Bis heute wird so am 14. Juli die Seligsprechung des Hroznata gefeiert. Im September 2004 wurde sein Kanonisationsprozess eingeleitet.

Im Jahre 1232 wurde die Klosterkirche vom Prager Bischof eingeweiht. An der ersten Messe nahm auch der böhmische König Wenzel I. teil.

Das blühende Kloster wurde im Jahre 1380 durch die Pest entvölkert und danach siedeln sich seit dem Jahre 1381 in der Gegend die deutschen Kolonisten an. Während der Hussitenkriege wurde das Kloster von Plünderungen verschont und dank der Politik des Abtes Sigismund von Hausmann (1458 – 1506) erlebte es eine Blütezeit.

Schwere Zeiten traten für das Kloster zur Zeit der Reformation ein, aber eine Reihe von Äbten trotzte erfolgreich den Schwierigkeiten. Beträchtliche Schäden erlitt das Kloster während des Dreißigjährigen Kriegs. Nach dem Zweiten Prager Fenstersturz fanden Kanzler Slavata und Erzbischof Johannes Lohelius auf ihrer Flucht vorübergehend Aufnahme im Stift Teplá. Die Truppen des „Winterkönigs“ plünderten das Kloster 17 Tage.

In den Jahren 1641 und 1648 überfielen schwedische Truppen das Kloster und verwüsteten es. Im Jahre 1659 brannten die Konvent- und Prälaturgebäude bis auf die Grundmauern nieder. Ihre heutige Gestaltung ist Erfolg des Barockumbaus aus der Zeit des Abtes Raimund II. Wilfert (1688 – 1722).

Während der Gegenreformation nach der Schlacht auf dem Weißhügel begannen die Prämonstratenser wieder den katholischen Glauben in den westböhmischen Pfarrbezirken zu verbreiten, die zum Kloster gehörten. Im 18. Jahrhundert brachten die preußisch-österreichischen Kriege neue Not und Verwüstung. Dank dem Wirtschaften des Abtes Hieronymus Ambros (1741 – 1767) prosperierte das Kloster jedoch auch in diesem Zeitraum. Es wurde zu einem Mittelpunkt der Kunst und Wissenschaft, und die Bibliothek wurde vergrößert, und neu wurden eine Sammlung von Mineralien sowie ein physikalisches Kabinett angelegt.

Abt Chrysostomus Pfrogner (1801 – 1812), der vorher Professor für Kirchengeschichte und Rektor an der Prager Karlsuniversität war, machte das Kloster zu einer Pflegestätte der Wissenschaft für verschiedene Wissenschaftsbereiche. Im Jahre 1804 übernahm das Kloster das Gymnasium in Pilsen. Pfrogner ließ das erste Badehaus bei den Quellen im Gebiet vom heutigen Marienbad auszubauen. Den Weltruhm erreichte diese Stadt jedoch erst unter dem Abt Karl Reitenberger (1812 – 1827), dem Gründer von Marienbad. Eben er beauftragte den Klosterarzt, Dr. Med. Johannes Joseph Nehr mit der Untersuchung der Marienbader Quellen und danach finanzierte er den Ausbau der neu gegründeten Stadt.

Unter dem Abt Clements kam es zu vielen An- und Umbauten. Im Jahre 1888 wurden eine Apotheke, Ställe errichtet, eine Mühle und Brauerei aufgebaut, und im Kloster wurde ein Post- und Telegrafenamt in Betrieb gesetzt. Unter Abt Gilbert Helmer (1900 – 1944) wurden der heutige Bibliothekstrakt und das Museum errichtet. Die Eröffnung der Eisenbahn zwischen Karlsbad und Marienbad verband das Kloster mit der Welt.

Die deutschen Stiftsmitglieder wurden im April 1946 nach Bayern abgeschoben, wo sie als Priester die Geistesverwaltung in den Pfarrbezirken ausübten, wohin die weiteren deutschen Ausgesiedelten kamen. Ins Kloster Teplá wurde Administrator aus Strahov bestellt, zum Prior wurde P. Heřman Josef Tyl und Teplá wurde zu einer selbständigen tschechischen Kolonie erklärt.

Im Jahre 1950 wurde das Kloster genauso wie andere Klöster in der Tschechoslowakei verschlossen und es diente 28 Jahre lang als Kaserne der Tschechoslowakischen Volksarmee. Nur die Kirche und die Bibliothek wurden seit dem Jahre 1958 zu den touristischen Besichtigungen zugänglich gemacht. Nach dem Abgang der Armee verfielen die Gebäude zunehmend. Erst im Jahre 1990 wurde das Kloster, schwer beschädigt durch die langjährige Verwahrlosung, wieder dem Prämonstratenserorden übergeben.

Zu den bedeutendsten Persönlichkeiten des Tepler Klosters gehörte im 20. Jahrhundert P. Heřman Josef Tyl (1914 – 1993). Nach der Abschiebung der deutschen Ordensbrüder gründete er in Teplá eine tschechische Kommunität und wurde zum Prior des Klosters. Der befreiter politischer Häftling der Konzentrationslager in Auschwitz und Buchenwald widmete seine Kräfte der Kommunitätsbildung, der Wiederherstellung des geistlichen Lebens und der durch den Krieg vernichteten klösterlichen Wirtschaft, und nach der Abschiebung des deutschen Bevölkerung Nachsiedlung des Bezirks. Er verhinderte die Konfiskation des Klosters als Vermögen der Verräter und erreichte die Freilassung der deutschen Ordensbrüder aus dem Gefängnis und ihre Überführung nach Deutschland.

Nach dem Februar 1948 wurde durch das kommunistische Regime der Kampf gegen Kirchen und geistliche Orden eröffnet. Das Vermögen des Klosters wurde nationalisiert und Heřman Josef Tyl zusammen mit anderen Ordensbrüdern verhaftet. Prior Tyl wurde viele Jahre gefangen gehalten, diesmal im kommunistischen Konzentrationslager. Im Jahre 1988 wurde er von der Kommunität, die bei uns in der Illegalität lebte, geheim zum Abt der Tepler Kanonie gewählt.

Im Dezember 1989 lies Abt Heřman Josef Tyl die erste heilige Messe in seinem Kloster und eröffnete so eine neue Etappe des Lebens von Prämonstratensern in Teplá.

Jetzt hat die Tepler Kanonie 18 Mitglieder und verwaltet die Pfarreien in vielen Stätten in Westböhmen. Den Orden erwartet jetzt eine unleichte Aufgabe – die Wiederherstellung des ganzen Areals, die dazu unentbehrlich ist, damit das Kloster seine Mission wieder voll ausüben kann. Im Kloster finden schon jetzt außer den regelmäßigen Gottesdiensten Konzerte und Ausstellungen statt. Fast das ganze Jahr hindurch bietet das Kloster die Besichtigungen seiner zugänglichen Teile an.

Klosterkirche

Die Abteikirche wurde in den Jahren 1193-1232 als eine romanisch-gotische Hallenkirche mit drei Schiffen aufgebaut, sie ist 62,25m lang und 15,6 m hoch.

Sie ist der Mariä Verkündigung eingeweiht. Zur feierlichen Einweihung vom Prager Bischof Johann II. am 20.6. 1232 kamen auch der böhmische König Wenzel I. und die Reichslegate. Das Exterieur der Kirche ist eine wertvolle Veranschaulichung des Übergangs des romanischen Baustils in den gotischen und ist das älteste seiner Art auf unserem Gebiet.

Um die Jahrhundertwende vom 17. zum 18. Jahrhundert ging die Kirche durch die Barockumbauten durch, die vor allem die Innenausstattung betraf. Den Hochaltar schufen aus Marmor der Hofsteinmetz Josef Lauermann und der Bildhauer Ignaz Platzer im Jahre 1750, das Altarbild mit der Verkündigung Mariens wurde von Peter Johann Molitor gemalt. Auch der zweite, s. g. Kreuzaltar, der sich in der Mitte des Hochschiffs befindet, ist Ergebnis der gemeinsamen Arbeit von Josefa Lauermann und Ignaz Platzer.

Ignaz Platzer schuf auch ein Komplex von größeren Holzstatuen, die die Heiligen darstellen (Statuen an den Säulen rundum das Hochschiff) und vier Kirchväter (Statuen im kanonischen Chor) und eine Reihe von kleinen, dekorativen Engelfiguren.

Im Nordschiff der Kirche, in der Hroznata-Kapelle, wurden auf dem Altar aus weißem Marmor die Gebeine des Klostergründers, des glückseligen Hroznata, in einen Schrein aufgestellt. Die Reliquien wurden hier nach der Seligsprechung von Hroznata (1897) im Jahre 1898 übertragen. (Die ursprüngliche Stelle, wo Hroznata nach seinem Tode im Jahre 1217 begraben wurde, bezeichnet ein Stein mit der Aufschrift, der sich im Pflaster der Kirche vor dem Hochaltar befindet. An derselben Stelle steht auch der ursprüngliche Sarkophag von Hroznata). Die Ausstattung der Kapelle ergänzen zwei Porträts von Hroznata. Das Ölgemälde an der rechten Wand der Kapelle zeigt den seligen Hroznata als Ritter mit zwei von ihm während seines Lebens gegründeten Klöstern, das Deckenfresko zeigt ihn im weißen Ordensgewand, wie er nach seinem Tode in den Himmel tritt. Genauso wie die Fresken über dem Eingang in die Kapelle, die die Szenen aus Leben des Klostergründers zeigen, stammen vom Elias Dollhopf.

Zu den nicht ausgestellten Kostbarkeiten gehört die Schale von Hroznata (aus Limoges ca. 1200), s. g. Pedum von Hroznata aus dem Jahre 1756 und der Kelch aus demselben Jahr, die Abt Hieronymus Ambros herstellen ließ. In der Museumsexposition des Klosters wird der Öffentlichkeit die Auswahl von Sammlungen von Gemälden, Statuen, Kleinplastik, Porzellan, Zinngegenständen, Gottesdiensttextilien (Parament) sowie Orden der Äbte von den Herrschern, die auf ihr hohes gesellschaftliches Prestige hindeuten, präsentiert.

Prälatur und Konvent

Der Barockumbau des Klosters, der in den Jahren 1690 – 1722 unter Abt Raimund II. Wilfert verlief, betraf das Gros des Klosterareals. Wiederhergestellt wurden nicht nur das Interieur der Kirche, sondern auch die Dächer deren Türme und Fenster, neu wurde der Trakt von Prälatur und Konvent aufgebaut.

Bestandteil der Prälatur ist das Sommerrefektorium, dessen Wände mit einer reichen illusiven architektonischen Malerei verziert werden, die an der östlichen Wand durch das Gemälde von Maurus Fuchs von Tirschenreuth „Das letzte Abendmahl Jesu“ aus dem Jahre 1816 ergänzt werden. Das Deckenfresko stellt „Bekehrung des Heiligen Paulus“ dar, die Allegorie des Glaubens und die Allegorie der Lehre der katholischen Kirche.

An der nördlichen Wand ist der Predigerstuhl aus rosa Stuckmarmor situiert, Werk von J. Hennevogel.

Im Erdgeschoss von Konvent befindet sich das Kapitelhaus – das ursprüngliche Winterrefektorium. Die Holzwandverkleidung stammt vom Holzschnitzer Ferdinand Stuflesser aus dem Jahre 1914. Die Deckenfresken, verziert durch reichen Stuck, malte Anton Waller im Jahre 1913. Sie bilden zwölf Apostel und neun Hauptheiligen des Prämonstratenserordens ab. Die zwei größten dann die Madonna und den Festumzug, der im Jahre 1627 die Reliquien des Heiligen Norbert von Magdeburg nach Prag übertrug. Im ersten Stock von Konvent befindet sich der so genannte Blaue Saal, der festliche Saal, der ursprünglich im Imperialstil eingerichtet wurde. Er ist Bestandteil der Prälatur, an deren Gebäude er direkt anknüpft. Seinen Namen erhielt der Saal nach den hellblau gemalten Wänden. Die Deckenfresken malte auch Maurus Fuchs.

Von der inneren Einrichtung der Säle blieb nicht viel erhalten. Erhalten blieben nur die einzelnen Fragmente.

Im Barockstil ist auch das Gebäude der Forstverwaltung mit dem Haupteingangstor vom Kloster und der Speicher im Klosterhof. Die Barockumbauten betrafen auch die Klostergärten und die Parkanlage. Diese sind jedoch heutzutage nur sehr wenig sichtbar.

Es kommen auch einige kleinere architektonische Elemente hinzu: der Brunnen und die Kalvariengruppe im Hof und der Brunnen im Raum des ursprünglichen französischen Gartens nordöstlich von der Kirche.

Klosterbibliothek

Der Nordtrakt des Klosterhauptgebäudes, der Trakt der Bibliothek und des Museums, wurde unter Abt  Gilbert Helmer in den Jahren 1902 – 1910 nach Plänen des Marienbader Architekten Josef Schaffer errichtet. Der Prunksaal der Bibliothek ist 24 m lang, 12 m breit und 15,5 m hoch. Die Deckenfresken, gemalt vom Professor der Prager Kunstakademie Karl Kratner, stellen die Feier des Allerheiligsten, vier Kirchenlehrer und vier Evangelisten dar.

Die Klosterbibliothek, die zweitgrößte ihrer Kategorie in unserem Staat, ist mit ihren mehr als 100 000 Bänden eine reiche Schatzkammer an Informationen für Fachforscher. Davon sind 1149 Manuskripte (45 mittelalterliche Codices). Die Bibliothek ist für die Fachinteressenten zugänglich, denn die Prämonstratenser pflegen ihre kulturellen sowie wissenschaftlichen Traditionen. Hier finden wir zwei sehr bedeutsame deutsche Werke, und zwar ein Poenitentionale mit einem altdeutschen Gebet, verfassen um das Jahr 830 und den s. g. Codex Teplensis, die erste Übersetzung des Neuen Testaments in die deutsche Sprache, entstanden vor dem Jahre 1400. Weiter finden wir hier “Das Leben des Bruders Hroznata” (1259), also die Legende über den Gründer des Stuftes, oder das Gebetbuch des Königs Ladislaus Posthumus (1453) und einen Komplex von sieben liturgischen Codices des Abtes Sigismund aus den Jahren 1460 und 1491.

Hier befinden sich auch 540 Inkunabeldrucke und mehr als 750 Paläotypen. Dank der Fürsorge der Klosterleitung wurden wissenschaftliche Verzeichnisse dieser ältesten Bücherbestände publiziert. Es gibt hier rund 30 000 Bänder von alten Drucken, die bis zum Jahre 1800 gedruckt wurden. Wichtig ist der Bücherbestand besonders für die Bücherkunde (besonders wertvoll sind einige Gotik-, Renaissance- sowie Barockbucheinbände), weiter für die Kirchen-, Ordensgeschichte, die Geschichte der Region sowie für die Heimatkunde oder die Balneologie, z. B. zur Geschichte von Marienbad.

Klosterparkanlage

Die Veränderlichkeit des Klostergartens wurde durch die bauliche Entwicklung des Klosters beeinflusst. Bis zum Ende des 16. Jahrhunderts waren die Gärten meistens Nutzgärten, von Kräuter- und Gemüseflächen gebildet. Zur Umgestaltung kam es nach dem Aufbau des Barockteils des Klosters im 17. Jahrhundert. Wie damals das Klosterareal aussah, zeigt die Gravierung aus dem Jahre 1735. Der Garten wurde in den der Öffentlichkeit zugänglichen Teil geteilt, mit einer später auch mit einem Gewächshaus ausgestatteten Gärtnerei, und den durch eine hohe Mauer abgeschlossenen Teil, der zur Klausur gehörte. An der Südseite des Gebäudes befindet sich ein kleiner Abteigarten. Beide Paradiesgärten hatten eine ornamentale Gartengestaltung mit einer Zentralfontäne. An der Südseite des Konvents war ein Kräutergarten. Diese Gestaltung des Gartens überlebte bis zum Jahre 1903, wann das Areal durch den Anbau eines neuen Bibliothek- und Museumstrakts sowie der zahlreichen Wirtschaftsobjekte erweitert wurde. Die Barocksteinmauer um den Garten wurde  eingerissen, die alte Gärtnerei wurde liquidiert und ein neues Gewächshaus mit dem Wohnhaus für den Gärtner im erweiterten Garten gebaut, an der Südseite des Klosters entstand, aus dem Durchfluss der Tepl, ein Teich mitten in einem umfangreichen Naturlandschaftspark.

Die restlichen Teile des Barockgartens wurden in die neue Konzeption eingegliedert. Derzeit wird im Zusammenhang mit der Renovierung des ganzen Areals auch die Terraingestaltung der Parkanlage durchgeführt. Ihre heutige Gestalt entstand durch die allmähliche Erweiterung und Änderung des Klausurgartens und der Parkanlage inmitten der mittelalterlichen Schanzen des Klosters. Der grundsätzliche Umbau der Parkanlage wurde Anfang des 20. Jahrhunderts durchgeführt. Der Öffentlichkeit ist sie seit dem Jahre 1946 dank dem damaligen Prior Heřman Josef Tyl zugänglich.

Durch den Aufbau einer Wasserfläche mit der von Bäumen gesäumten Trasse zum Spaziergang und dem Kreuzweg entstand hier eine Parkanlage, die zur geistlichen sowie körperlichen Erholung dient.

Klosterfriedhof

Ungefähr 20 Minuten zu Fuß nordöstlich vom Kloster befindet sich der ehemalige Gemeindefriedhof der Gemeinde Kloster Teplá . Als am Ende des 18. Jahrhunderts der Kaiser Joseph II. die Bestattung neben den Kirchen in der Mitte der Gemeinden verboten hat, ließen die Tepler Prämonstratenser diesen Friedhof erweitern und gestalten und hierher die sterblichen Überreste der an dem ursprünglichen Klosterfriedhof begrabenen Brüder übertragen (seit dem Anfang der Existenz des Klosters wird in der Kirche beerdigt, später in der Kapelle des St. Wenzel und Michael an der Nordseite der Kirche und später am Friedhof, der sich gleich neben der Kirche an der Stelle des heutigen Bibliothekgebäude befand). Der untere Teil des Friedhofs diente weiter als Gemeindefriedhof, der obere Teil als Klosterfriedhof. In der Mitte des Friedhofs wurde ein großes Gusseisenkreuz auf einem Steinsockel aufgestellt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ließ Abt Alfred Clementso an der Stirnseite des Friedhofs eine Kapelle mit einer Abteigrabstätte erbauen. Die Kapelle wurde Anfang Juni 1900 ausgeweiht. Kurz danach starb Abt Clementso plötzlich und wurde als erster in der Gruft unter der Kapelle beigesetzt. Im Jahre 1906 wurden hierher die sterblichen Überreste des Abtes Reitenberger, des Gründers von Marienbad, gebracht, der im Jahre 1860 im Exil in Wilten starb, und Anfang März 1944 wurde in der Grabstätte Abt Gilbert Helmer als letzter bestattet. An beiden Seiten des Friedhoftores wurden entlang der Mauer Grüfte der bedeutenden Tepler Äbte und Chorherren errichtet, es waren zum Beispiel Chrisostomus Pfrogner, Rektor der Prager Universität, Adolf Kopmann, der bedeutsame Theologe und Babtist, Professor der Universität in Wien, oder Alois David, Mathematik und Astronom, Rektor der Prager Universität und Direktor der Sternwarte Klementinum. Diese künstlerisch und historisch wertvollen Grüfte sowie die kleinen mit einfachen Kreuzen dekorierten Grüfte der übrigen Ordensbrüder existieren heute nicht mehr. Der letzte Prämonstratenser, der an diesem Friedhof bestattet wurde, war im Jahre 1952 Leo Moláček. Nach der Aufhebung der Pfarrgemeinde Kloster Teplá wurde hier auch die Bestattung von Zivilpersonen nicht mehr fortgesetzt. In den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde der Friedhof oft durch Vandalen sowie durch die Errichtung von landwirtschaftlichen Gebäuden der LPG in der unmittelbaren Umgebung des Friedhofs verwüstet. Die Grabsteine wurden allmählich von den Steinmetzen für die Herstellung von neuen Grabsteinen gestohlen, die Gusseisenkreuze wurden als Schrott benutzt. Um die Wende von den 50er zu den 60er Jahren wurde deswegen entschlossen, die Grabsteine aufzuheben und durch die Parkanlage mit Blumenbeeten zu ersetzten, und in der Mitte des Friedhofs einen Obelisk mit dem Namensverzeichnis der bestatteten Ordensbrüder zu errichten. Der ganze Plan ist jedoch schließlich unterblieben und nur seine erste Etappe wurde beendet – die Beseitigung von Grabsteinen. Die Grüfte wurden später ganz geplündert, nach dem Einbruch in die Abteigruft in der Kapelle (bei dem die Täter die Knochen des Abtes Reigenberger verstreut und aus dem Sarg von Abt Clementso den Schmuck gestohlen haben) wurde die Gruft zugemauert. (Von Vandalismus wurden damals nur die Reliquien des Abtes Helmer verschont, sein balsamierter Körper war nämlich durch den Klimaeinfluss in der Gruft insofern gut erhalten, dass seine Gestalt die Täter wahrscheinlich erschrak). Am Friedhof befinden sich nur ein Teil der Gräber und die beschädigten Überreste von weiteren und die leere Kapelle. Von der Stelle, an der der Klosterfriedhof steht, hat man eine schöne Aussicht auf das Kloster und die Umgebung.